Eine junge Chinesin bringt uns im untenstehenden Video die uralte Lehre von Yin und Yang näher, sie zeigt darin die Realität auf, dass das eine Prinzip nicht ohne das andere existieren kann, im Glück ist immer auch das Leid um die Ecke und ebenso umgekehrt. Sie rundet ihre Lektion mit einer Weisheitsgeschichte ab um das Vorgetragene zu veranschaulichen.
„Es war einmal ein Bauer, der besass ein Pferd. Eines Nachts vergass er die Türe im Stall zu schliessen und das Pferd entkam. Nun hatte er kein Pferd mehr.
Der Nachbar kam vorbei und sagte: Was für ein Unglück, du hast ein Pferd verloren.
Der Bauer schwieg.
Zwei Tage später kehrte das Pferd zurück und ihm folgte ein anderes Pferd, beide kamen nach Hause in den Stall des Bauern.
Der Bauer war erfreut, jetzt hatte er zwei Pferde, doch er äusserte sich nicht.
Später kam der Nachbar wieder vorbei und sagte, welches Glück nun hast du zwei Pferde.
Wieder blieb der Bauer ruhig.
Später gebar das Pferd ein Fohlen. Als dieses etwas grösser war, wollte der Sohn das kleine Pferd trainieren, fiel dabei aus dem Sattel und brach sich ein Bein.
Wieder kam der Nachbar vorbei und wehklagte, was für ein Unglück dir das neue Pferd gebracht hat.
Der Bauer gab keine Antwort.
Kurz darauf wurde im Land der Krieg ausgerufen. Die Generäle kamen in die Dörfer um für die Infanterie Männer zu finden. Alle jungen Söhne wurden einberufen. Nur der Sohn des Bauern durfte zu Hause bleiben, da er nicht gehen konnte mit dem gebrochenen Bein.
Später kam der Nachbar wieder vorbei und sagte zum Bauern: Was für ein Glück du hast, infolge der Verletzung musste dein Sohn nicht in den Krieg ziehen.
Fazit der Vortragenden: So ist es im Leben laut dem Gesetz von Yin und Yang, wenn die Dinge schlecht stehen, gib nicht auf, da Gutes gerade um die Ecke kommt.“
Die Geschichte will uns vergegenwärtigen bei schweren Zeiten im Leben nicht zu verzweifeln, denn auch der andere Pol in Form von guten Zeiten wartet in diesem Kreislauf auf uns. Und bei allem momentanen Glück nicht ausser Rand und Band zu geraten, sondern uns daran erinnern, das Leben wie einen Fluss zu betrachten.
Alles kommt und geht, alles verändert sich von Moment zu Moment, Glück und auch Leid sind wie Wellen, die auftauchen und wieder vergehen. Wir können uns diesem Lebensstrom hingeben und dabei ganz in unserer Mitte ruhen, im ewigen Sein, das weder Kommen noch Gehen kennt.
Die Zen-Meisterin Daehaeng sagt:
Geistige und materielle Welt,
nicht als zwei betrachten,
das ist der mittlere Weg.
(Bilder von Wikipedia public domain)











