Mittwoch, 16. Dezember 2009

Bedingungsloses Vertrauen zum wahren Selbst

Die Gestalt währt eine kurze Jahreszeit,
das Herz aber ist ewig.

Finde in deinem Herzen den Frühling,
in dem sich alle Jahreszeiten auflösen!

Befreie dein Herz
lass Gier, Abneigung und Dunkelheit einfach gehen!


Barmherzigkeit ist Liebe,
die keine Dankbarkeit erwartet.


Sobald wir alle Vorstellungen von uns selbst
vollkommen loslassen,
offenbart sich das wahre Selbst.

Geistige und materielle Welt
nicht als zwei betrachten,
das ist der mittlere Weg.


Ohne das Ich gibt es nichts,
was nicht der Weg wäre.

Üben heisst, sich aus
aus dem Gefängnis der eigenen Gedanken
und Vorstellungen zu befreien.

Alle Gedanken sind von Zen-Meisterin Daehaeng
aus „Wie fliessendes Wasser“



Daehaeng Keunsunim wurde als erste Tochter eines hochrangigen Offiziers der kaiserlich-koreanischen Armee in der Zeit der japanischen Besetzung Koreas geboren. Unter der japanischen Fremdherrschaft verlor die Familie ihren gesamten Besitz und wurde aus ihrem Haus vertrieben. In äußerster Armut lebte sie dann in einer Lehmhütte in der Nähe von Seoul.
Nur unter Einsatz aller Kräfte gelang es ihrer Familie, sich am Leben zu erhalten.

Obwohl Daehaeng Kunsunim damals noch ein Kind war, begann in dieser Zeit ihre Auseinandersetzung mit den grundsätzlichen Fragen des Lebens.

„Ich konnte nicht verstehen, dass es auf der Welt reiche und arme Menschen gibt. Meine eigene Lage war traurig genug, aber als ich bemerkte, dass viele andere ein genauso armseliges Leben wie ich führten, ließ mich dieser Gedanke nicht mehr los. Ich fragte mich, weshalb es mehr Arme, Hungernde und Kranke gibt als Reiche.

Warum werden wir auf dieser Welt geboren und weinen oder lachen des Geldes wegen? Welchen Sinn hat das Leben, da wir doch unter Krankheiten leiden und sterben, wenn die Zeit gekommen ist? Diese Fragen nahmen mir den Lebensmut.

Trotzdem fragte ich weiter: Wer hat mich in diese Lage gebracht? Wer hat mich geschaffen und so plötzlich bettelarm gemacht? Wäre es nicht besser, gar nicht geboren worden zu sein? Wer ist derjenige, der mich so geschaffen hat und nun hungern und leiden lässt?“

Daehaeng Kunsunim sagte später über diese Zeit:
„Ich hatte niemals die Absicht, Meisterin zu werden oder die Lehre des Buddha zu verstehen, um eines Tages selbst lehren zu können. Im bedingungslosen Vertrauen zum Wahren Selbst sind mir solche Gedanken niemals in den Sinn gekommen.

Nachdem ich den Dharma, das kosmische Gesetz, erkannt hatte, wusste ich, dass Buddhas Mitgefühl und Liebe auch jemanden wie mich erreichen konnte, und ich weinte voller Dankbarkeit. Als Antwort auf solche Fürsorge und solches Mitgefühl wünsche ich, selbst wenn ich mein Leben dafür geben müsste, jedem Menschen Erleuchtung – dass jeder das Wahre Selbst finden möge.“

Nach zwölf Jahren extremer Askese in der Natur, beschloss sie, in die Welt zurückzukehren, um ihr Leben ganz den leidenden Menschen zu widmen, sie zu unterweisen und ihnen zu helfen. Zunächst ließ sie sich in einer winzigen Hütte unweit des entlegenen und halb verfallenen Bergklosters Sang-Won nieder.

Obwohl sie dort sehr zurückgezogen lebte, verbreitete sich rasch ihr Ruf, ein Mensch mit außergewöhnlich tiefer Erkenntnis zu sein, so dass immer mehr Menschen mit den unterschiedlichsten Problemen ihre Hilfe suchten. Von deren Opfergaben konnte das Sang-Won Kloster nach wenigen Jahren neu erbaut werden.

Später zog Daehaeng Kunsunim nach Anyang, wo sie 1972 das Hanmaum Seon Zentrum gründete. Noch heute lebt sie in Anyang.
Textquelle Wikipedia
Bildquellen Wikipedea und hanmaun-zen.de

Sonntag, 13. Dezember 2009

Wenn Herz und Intelligenz...

…sich in Liebe und Respekt miteinander verbinden geschieht Grosses. Geht jedes allein ohne sich vom anderen inspirieren zu lassen ohne sich für die Anliegen des anderen Aspektes zu öffnen, entsteht daraus oft mehr Schaden als wirklicher Nutzen für sich selbst und die Umgebung.

Beim „Herz“ denke ich da an eine liebe ehemalige Arbeitskollegin aus einem fernen südlichen Land, die mit Mann und drei kleinen Kindern 100% auswärts arbeitete in einem körperlich und auch psychisch sehr anstrengenden Beruf. Der Mann schaute zu Hause nach den Kindern, da er keine Arbeitsstelle fand. An ihren freien Tagen arbeitete die Frau zu Hause, putzte, wusch und und und. Doch gerade sie war es, die bei Personalmangel am Arbeitsplatz immer zusagte und aushalf und zusätzlich einen Tag arbeitete.

Die anderen Arbeitskolleginnen und –kollegen hatten alle ein einleuchtendes Argument dies nicht zu tun, seien es familiäre Verpflichtungen, wichtige Termin oder die Gesundheit. Doch diese liebe Frau brachte es selten bis gar nie fertig NEIN zu sagen, dazu zu stehen, ich brauche diese Zeit für mich und meine Familie. Entsprechend wurde dieses nicht NEIN sagen können von der zuständigen Leitung ausgenutzt.

Und welchen "Nutzen" hat diese Freundlichkeit gebracht? Im Moment war das Symptom kuriert, ein Loch zugestopft, der Arbeitsablauf einigermassen gesichert. Doch diese Gutmütigkeit half auch mit die Ursache der Personalknappheit zu verdecken und eine offene und ehrliche Aussprache oder sogar Widerstand hinauszuzögern.

Später als ich nicht mehr dort arbeitete, habe ich erfahren, dass diese Kollegin krank wurde mit allen Folgen für ihre Familie und die Beziehung zu ihrem Mann. Doch diese liebe Frau hat es GUT gemeint, wollte die Chefin nicht enttäuschen.

Denke ich an die alleine wandernde Intelligenz sehe ich einen Chefarzt aus dem nördlichen Europa vor mir, eine Kapazität auf seinem Gebiet, viele Patienten schätzten sein fachliches Wissen. Doch sein Herz war verschlossen oder am „falschen Fleck“ wie es bei uns der Volksmund treffend sagt.

Dieser „Arzt“ brachte es fertig den Oberarzt abzukommandieren und ihn stundenlang mit schikanösen Gesprächen bei sich festzuhalten, während in der Poliklinik mit vielen wartenden und kranken Menschen einiges stillstand, weil der beratende Oberarzt fehlte. Ein Aufstand der Ärzte brachte nicht viel, der Professor setzte sich dank seiner Beziehungen, seiner Sturheit und seinem verschlossenen Herzen durch. Der Preis dafür war Ablehnung, Furcht und Isolation.

Diese zwei Menschen wurden vor meinem inneren Auge lebendig – „Das grosse Herz“ – „Die grosse Intelligenz“ als ich untenstehende Zeilen las und ich tendiere auch eher dazu dem grossen Herzen den Vorzug zu geben als der grossen Intelligenz. Doch beides zusammen vereint, das ist Himmel auf Erden -:)

„Ich habe festgestellt, dass viele Menschen ausschliesslich in Schwarz-Weiss und Entweder-oder-Kategorien denken und dabei übersehen, wie sehr alles voneinander abhängt und einander bedingt. Man vergisst dabei leicht, dass es zu jeder Frage mehr als nur zwei Gesichtspunkte gibt.

Vielleicht kommt das daher, dass die westliche Ausbildung fast nur auf die Entwicklung der Intelligenz und ein möglichst grosses Wissen ausgerichtet ist. Die Herzensbildung kommt dabei zu kurz. Das hat sicher geschichtliche Gründe. Früher haben sich wohl hauptsächlich die Kirchen um die moralischen und spirituellen Dinge gekümmert. Heute ist aber ihr Einfluss am Schwinden. Dadurch fehlt den Kindern bestimmt etwas Wesentliches in ihrer Erziehung. Es muss ein Gleichgewicht zwischen dem Gehirn und dem Herzen bestehen.

Ich denke, dass ein herzloses menschliches Wesen mit einem sehr gut funktionierenden Gehirn ein gefährlicher Unruhestifter ist. Ich schätze jemanden, dessen Intelligenz weniger entwickelt ist, der aber ein gutes Herz hat, höher ein.“ (Quelle Teachings D*alai Lama)

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Eingebildete Unterschiede lösen sich auf - Menschenrechtstag 10. Dezember

Zum heutigen Menschenrechtstag ein Auszug aus dem letzten Kapitel im Buch „The Joy of living“ (→ deutscher Titel) von Yongey Mingyur Rinpoche:

“Das Beste von allem aber ist: Ganz gleich, wie lange Sie meditieren oder welche Technik Sie anwenden, jede buddhistische Meditationsmethode erzeugt letztlich Mitgefühl, egal ob Sie sich dessen bewusst sind oder nicht.

Wenn Sie auf Ihren Geist blicken, können Sie gar nicht anders als feststellen, wie ähnlich Sie Ihren Mitmenschen sind. Wenn Sie Ihren Wunsch, glücklich zu sein, wahrnehmen, sehen Sie unvermeidlich den gleichen Wunsch in anderen; und wenn Sie ganz klar auf Ihre eigene Angst, Ihre Wut oder Ihre Abneigung blicken, können sie nicht umhin zu erkennen, dass alle um Sie herum die gleiche Angst, die gleiche Wut, die gleiche Abneigung fühlen.

Wenn Sie auf Ihren eigenen Geist blicken, lösen sich alle eingebildeten Unterschiede zwischen Ihnen und anderen automatisch auf und
das uralte Gebet der Vier Unermesslichen wird so natürlich und beständig wie Ihr eigener Herzschlag:

Mögen alle Wesen glücklich sein und die Ursachen von Glück besitzen.
Mögen alle Wesen frei sein von Leid und der Ursache des Leids.
Mögen alle Wesen Freude und die Ursache der Freude besitzen.
Mögen alle Wesen im Gleichmut verweilen, frei von Anhaftung und Ablehnung.“

Wenn auf der Erde die Liebe herrschte,
wären alle Gesetze entbehrlich.
Aristoteles, griechischer Philosoph

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Auch in stressiger Zeit einen zufriedenen Geisteszustand bewahren

Untenstehende Tipps an einem Vortrag von Geshe Ngawang Jangchup vor ca. zwei Jahren von mir aufgeschrieben und als Hilfe für den Alltag mit nach Hause genommen. In meinem vorherigen Blog, der nicht mehr existiert, habe ich diese Punkte schon einmal aufgeschrieben, und da ich sie für sehr wertvoll halte hier nochmals der Beitrag.

Gut möglich, dass ich nicht alles genau wiedergebe wie es gesagt wurde, sorry das ist dann mein Fehler, doch ich denke schon allein das was bei mir hängen blieb, ist gut anzuwenden und kann eine grosse Hilfe sein im Alltag

Da ich erfahren habe, dass Geshe Ngwawang Jangchup wieder einmal in Europa unterwegs ist, unten ein kleines Porträt von ihm und die Daten zweier Vorträge in Zürich.**

Für jeden Menschen ist es wichtig, Tag für Tag einen zufriedenen und glücklichen Geisteszustand im täglichen Leben zu kultivieren. Die Handlungen, die wir mit Körper, Rede und Geist ausführen, haben zum Ziel, dass wir Glück erfahren.

Wenn wir das Bedürfnis nach Frieden und Glück haben, müssen wir uns jeden Tag vornehmen unseren inneren Frieden zu bewahren und ihn mit anderen zu teilen.

Das ist wichtig:
1. Für uns selber.
2. Für die Umgebung.

Dieses Ziel kann nicht von einem Tag auf den anderen erreicht werden. Wenn man die Bemühungen dazu aber kontinuierlich anwendet, merkt man in einigen Monaten einen Unterschied seines Geisteszustandes.

Die erste Stufe um einen ausgeglichenen Geisteszustand zu behalten, ist sich klarzumachen, welche Faktoren unser inneres Gleichgewicht aushebeln. Im täglichen Leben sind es zwei verschiedene Emotionen, die unsere geistige Ruhe stören.

1. Art störender Emotion: Wir haben verschiedene Ziele, die wir im Leben erreichen wollen, beruflich und privat. Wenn wir auf diese Ziele hinarbeiten, sorgen und ängstigen wir uns, ob wir diese Ziele erreichen oder nicht.

Anstatt sich zu ängstigen und sich zu sorgen, sollten wir unser Bestes geben, aber uns keine Sorgen machen, ob wir das Ziel erreichen oder nicht. Wir sagen uns immer wieder, wir machen unser Bestes. Sich dies immer wieder vorstellen.

Wenn wir z.B. viel zu tun haben im Geschäft oder zu Hause, eins nach dem anderen in Ruhe anpacken. Wenn eine Arbeit abgeschlossen ist, Pause machen, fünf oder zehn Minuten sitzen und die Gedanken zur Ruhe kommen lassen. Sich dann konzentrieren um die nächste Arbeit in Angriff zu nehmen.

2. Art störender Emotion: Etwas könnte passieren, was wir nicht wollen. Es hat keinen Sinn sich darüber Sorgen zu machen, Angst zu haben. Unser Möglichstes tun um diese Sache zu verhindern, aber uns keine Sorgen machen. Wir geben uns Mühe, machen uns aber keine Sorgen.

Diese Sorgen und Ängste zerstören unseren inneren Frieden und unser gutes Lebensgefühl. Diese Sorgen sind unnütz. Im Gegenteil, durch diese Sorgen sind wir weniger konzentriert. Vielleicht werden wir gerade wegen diesen Sorgen unser Ziel nicht erreichen.

Wenn wir denken diese Einsichten sind uns nützlich, dann für einen Monat ausprobieren. Um diese Ängste und Sorgen wegzulassen braucht es viel Aufmerksamkeit und Achtsamkeit. Diese Sorgen erkennen, wenn sie da sind, und sie dann loslassen. Sich jeden Morgen und durch den Tag daran erinnern.

Die zweite Stufe um einen ausgeglichenen Geisteszustand zu behalten: Es geschehen z.B. Dinge, die uns nicht gefallen, kleine Sachen, die nicht so sind, wie wir sie gerne hätten, wir stören uns daran. Wir lassen Ärger aufkommen, es entsteht sogar Hass. Wenn Ärger oder Hass in unserem Geist da sind, ist das Glück verdrängt. Es können nicht Ärger und Glück in unserem Geist gleichzeitig anwesend sein.

Wichtig ist das Erkennen der Nachteile von schädlichen Emotionen wie Angst und Hass und die Vorteile, von diesen negativen Emotionen frei zu sein.

Für diejenigen, die sich nicht so schnell ärgern, die können versuchen, diese Fähigkeit weiter zu kultivieren und die Gelassenheit auszudehnen. Menschen, die sich schnell ärgern, können lernen die Vorteile der Gelassenheit zu erkennen und sich vornehmen die Haltung von innerer Ruhe zu kultivieren. Wenn wir immer mehr lernen, wie der innere Frieden zu erhalten ist, wird diese Haltung stärker, je länger wir praktizieren. Dies braucht Anstrengung über längeren Zeitraum.

Wenn etwas Ärgerliches passiert, was uns nicht passt oder etwas nicht eintrifft, was wir uns wünschen, dann erinnern wir uns an diese Haltung. Wenn wir uns ärgern, ändert sich nichts. Der Ärger kann die Situation nicht ändern. Was passiert ist, ist passiert. Wir haben dann zu dem Negativen, was vorgefallen ist, noch unseren inneren Frieden zerstört. Und dieses innere Problem haben wir selbst geschaffen.

1. Schritt: Ist das intellektuelle Verstehen des Vorgangs.
2. Schritt: Jeden Tag Anstrengungen machen. Und nach einem Monat zurückschauen, wie viel uns das schon geholfen hat.

Nur mit dem Verstehen, über den Intellekt gibt es keine Veränderung im Geist. Moment für Moment praktizieren und kultivieren. Am Anfang braucht es viel Kraft und Energie um sich zu bemühen und viel Einsatz, dass sich etwas ändert. Es ist wichtiger ein paar wenige Punkte tatsächlich zu verwirklichen als nur intellektuell alles zu verstehen.

Zusammenfassung:
1. Sich keine Sorgen machen beim Ziele anstreben, sich einfach nur Mühe geben, sein Bestes geben.
2. Sich nicht sorgen etwas könnte passieren, was wir uns nicht wünschen.
3. Was immer passiert, uns nicht aufregen oder ärgern und so unseren inneren Frieden bewahren.

**Geshe Ngawang Jangchup ist in Lingshed/Ladakh geboren und wurde mit 13 Jahren als Mönch in der tibetisch-buddhistischen Tradition ordiniert. Seine Ausbildung dauerte über 20 Jahre. Seit 1997 reist Geshe Ngawang Jangchup in den Westen, unterrichtet in buddhistischen Zentren und leitet Retreats. Als Laien-Geshe lehrt und betreut er viele Schüler.

1996 gründete er das Nonnenkloster* in Lingshed/Ladakh und unterstützt mit verschiedenen anderen Projekten arme Familien und Menschen in Lingshed und Umgebung; Das «Hostel» in Leh, «Amchis» (Traditionelle Medizin), oder das «Lingshed House»/Südindien*

Geshela ist für seine herzlichen, mitfühlenden und praxisbezogenen Belehrungen bekannt.

Vorträge in Zürich
Freitag 05.02. 2010 19.30h–21.30 Uhr
Probleme des Klimawandels aus buddhistischer Sicht (Tibetisch-Deutsch)
Samstag 06.02. 2010 15.00h–17.30 Uhr (abgesagt wegen Visumablauf)
Der innere und der äussere Wohlstand (Tibetisch-Deutsch)
Songtsen House, Albisriedenstr. 379, 8047 Zürich
Kontakt & Auskünfte: doko(at)bluewin.ch (*auch für die Projekte)

Sonntag, 6. Dezember 2009

Vielfalt - Der Ausdruck der Individualität

„Unterschiedliche Nahrungsmittel besitzen einen unterschiedlichen Geschmack. Einige können sehr scharf sein, andere sehr sauer und andere wiederum sehr süss. Sie haben einen entgegen gerichteten Geschmack, sie widersprechen einander. Es ist wunderbar, dass es eine solche Vielfalt gibt. Dies ist ein Ausdruck von Individualität; es ist eine Sache der persönlichen Neigung.

Auf ähnliche Weise ist die Vielfalt der unterschiedlichen Weltreligionen sehr nützlich und schön. Für bestimmte Menschen ist die Vorstellung eines Schöpfergottes, von dessen Willen alles abhängt, sinnvoll und gut; für solche Menschen ist diese Lehre wertvoll.

Für andere ist die Vorstellung, dass es keinen Schöpfer gibt, sondern man letztlich selbst Schöpfer ist – alles hängt von einem selbst ab – viel besser geeignet. Für manche Menschen stellt dies eventuell eine viel effektivere Methode dar, um spirituell wachsen zu können. Für diese Menschen ist eine solche Idee besser geeignet und für andere Menschen jene zuerst beschriebene.“
D.L. T*enzin Gyatso Teachings

Jenseits von richtig und falsch liegt ein Garten.
Da werde ich dir begegnen.

Dschalal ad-Din Muhammad Rumi

Tagung des Parlaments für Weltreligionen bis 9.12.09 - HIER
Parlament der Weltreligionen Website - HIER


(Bildquellen Wikipedia)